Antwort: Hinweise auf einen möglichen Drogenkonsum sind selten eindeutig zuordenbar. Konzentrationsschwäche, starke Stimmungsschwankungen, Veränderung des Aussehens, Wesensänderungen, höherer Geldbedarf etc. können auch Kennzeichen einer Entwicklungsphase (Pubertät) sein oder auf psychische Störungen hinweisen. Wenn das Verhalten ihres Kindes Sie beunruhigt, versuchen Sie mit ihrem Kind in einer ruhigen Gesprächsatmosphäre Ihre Wahrnehmungen zu besprechen.
Eindeutigere Hinweise für einen Drogenkonsum sind zufällige Funde von Utensilien zum Drogengebrauch oder von Substanzen. In diesem Fall halten wir es für günstig, Ihr Kind damit zu konfrontieren und gegebenenfalls gemeinsam eine Drogenberatungsstelle aufzusuchen.
Antwort: Diese Frage lässt sich nicht generell beantworten. Es gilt abzuklären, welche Substanzen Ihr Kind nimmt, wie oft, seit wann sowie in welcher Entwicklungsphase sich Ihr Kind befindet.
Bei Jugendlichen ist es wichtig, ihre Gesamtsituation im Auge zu behalten und zu versuchen, Kontakt und Kommunikation aufrechtzuerhalten. Für eine individuelle Beratung stehen wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch oder per Online-Beratung zur Verfügung.
Antwort: Nein, denn es nicht möglich, mit jemandem unter Zwang effektiv therapeutisch zu arbeiten. In einer Behandlung arbeiten Betroffene und TherapeutIn zusammen.
Ziele und Perspektiven müssen gemeinsam erarbeitet werden, die Eigenmotivation der Betroffenen ist daher Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung.
In Österreich ist entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen eine psychiatrische Behandlung ohne Einverständnis der PatientIn nur bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung möglich.
Antwort: Für den Erfolg der Behandlung einer Suchterkrankung ist die Motivation des Betroffenen Voraussetzung. Wir legen Wert darauf, dass der Betroffene selbst die Terminvereinbarung vornimmt.
Doch auch das Zusammenleben mit einem suchtkranken Menschen bringt oft Probleme und Gefühle mit sich, bei denen es hilfreich sein kann professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wir bieten an allen unseren Standorten Angebote für Angehörige
Antwort: Der Verein Dialog bietet nicht nur KonsumentInnen (illegaler) Substanzen Unterstützung an, sondern auch deren Angehörigen. An unseren Standorten können Sie sich telefonisch, persönlich oder auch durch unser Online-Service beraten lassen, auch längerfristige Betreuungen sind möglich.
Als Angehörige verstehen wir eine breite Zielgruppe – Eltern, Großeltern, Partner bzw. Partnerinnen, Kinder von Personen mit Suchtproblemen, deren Geschwister, aber auch sonstige Bezugspersonen aus relevanten Lebenszusammenhängen, die sich an uns wenden um Ihre Situation bzw. den Umgang mit einer Person mit Suchtmittelkonsum auseinanderzusetzen.
Darüber hinaus fördert unsere Angehörigengruppe in den Standorten
IS Wassermanngasse und
IS Gudrunstrasse den Austausch mit anderen betroffenen Angehörigen.
Antwort: In der Angehörigenbetreuung haben Sie die Möglichkeit, sich im Einzelsetting mit ihrer BetreuerIn auszutauschen. Die Themen werden von Ihnen vorgegeben, wobei das Hauptaugenmerk auf der Stärkung der eigenen Ressourcen liegt. Intervalle und Dauer der Betreuung können flexibel gestaltet werden. Wie alle anderen Angebote ist auch die Angehörigenbetreuung mit keinerlei Kosten verbunden.
Für Partnerinnen von Männer mit Suchtproblemen bieten wir 1-2mal/Jahr im Rahmen eines Wochenendseminars für einen kleinen Kostenbeitrag eine spezifische Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit ihrer Situation.