Alarmierende Erkenntnisse zum Thema Jugend und Alkohol liefert eine internationale Vergleichserhebung der WHO. "Alkoholkonsumenten werden immer jünger - und sie trinken immer mehr", sagte dazu der Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich, Dennis Beck. Das Einstiegsalter liege bereits zwischen dem elften und 13. Lebensjahr. Eine Informations-Kampagne soll nun den Negativtrend stoppen.
Unter dem Motto "Mehr Spaß mit Maß" sollen Jugendlichen die Auswirkungen übermäßigen Alkohol-Konsums vor Augen geführt werden. Derzeit sprechen die Zahlen für sich: Knapp zehn Prozent der 13-Jährigen haben Alkohol schon mehr als 40 Mal konsumiert. 35 Prozent der 15-jährigen Schülerinnen und 38 Prozent der gleichaltrigen Schüler waren schon mindestens zwei Mal betrunken. Damit liegt Österreich laut der WHO-Studie im europäischen Spitzenfeld.
Die Statistik verrät auch, dass die Erwachsenen diesbezüglich kein sonderlich gutes Vorbild sind: Denn 40 Prozent der Österreicher nehmen mehr Alkohol zu sich als gesundheitlich unbedenklich wäre. 22 Prozent trinken langfristig mehr als anzuraten ist, 13 Prozent konsumieren Alkohol auf missbräuchliche Weise, fünf Prozent sind definitiv alkoholkrank. Lediglich ein Viertel der Bevölkerung lebt abstinent.
Über die Entwicklung überaus besorgt zeigte sich auch Gesundheitsministerin Rauch-Kallat: "Alkohol ist bei uns - wie in vielen anderen Ländern - ein integraler Bestandteil der Kultur und des Lebensstils, er wird mit vielen positiven Situationen in Zusammenhang gebracht. Alkohol ist aber auch für eine Fülle von sozialen und gesundheitlichen Problemen verantwortlich." Alkoholprävention sei eine der "ganz wichtigen Aufgaben in einer veranwortungsvollen Gesundheitspolitik."