Der Preis illegaler Drogen auf Europas Straßen ist im Laufe der letzten fünf Jahre gefallen und Drogen sind europaweit wohl billiger als je zuvor, dies berichtet die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) in ihrem Jahresbericht 2006 über den Stand der Drogenproblematik in Europa, der heute in Brüssel veröffentlicht wurde. Die Bekanntgabe erfolgt nach einer fünfjährigen Trendanalyse (1999–2004) der Straßenpreise von Drogen in Europa, die belegt, dass die Durchschnittspreise in den meisten Ländern und für die meisten Substanzen sinken, in einigen Fällen fast um die Hälfte.
Diese Studie ist die erste ihrer Art, die auf europäischer Ebene durchgeführt wurde.
Die Preise sanken in diesem Zeitraum europaweit für Cannabisharz (19 %), Cannabiskraut (12 %), Kokain (22 %) und braunes Heroin (45 %) sowie für Amphetamine (20 %) und Ecstasy (47 %). Alle Preise wurden inflationsbereinigt, um die „wirklichen“ Preise genauer bewerten zu können. Obwohl Langzeitdaten über Drogenpreise noch nicht flächendeckend vorhanden sind, lassen die existierenden Informationen den Schluss zu, dass die Preise im Laufe des letzten Jahrzehnts gefallen sein könnten. Es gibt zum Beispiel Anzeichen dafür, dass Ecstasy und Kokain in einigen Ländern heute billiger sind als in den späten 80er und frühen 90er Jahren.
Die Drogenpreise können von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden, unter anderem:
Angebotsschwankungen, Reinheitsgrad, Art und Menge des gekauften Produkts. Preisanalysen werden außerdem dadurch erschwert, dass der illegale Drogenmarkt im Verborgenen stattfindet und es nationale Unterschiede in der Datenqualität und den Datenerfassungsmethoden gibt.
http://www.emcdda.europa.eu/
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