Individuelle Suchthilfe

Substitution

Harntests

Harntests sind sowohl vor als auch während einer Substitutionsbehandlung verpflichtend. Auch die AmtsärztInnen, die die Dauerverschreibungen zur Substitutionsbehandlung kontrollieren, können Einsicht in die Harnbefunde nehmen.

Bei uns werden Harntests unter Sicht bei weiblichen Patientinnen von weiblichen Mitarbeiterinnen, bei männlichen Patienten von männlichen Mitarbeitern abgenommen. Diese Tests werden von den Krankenkassen bezahlt. Sie dienen vor allem zur Kontrolle der Einnahme des Substitutionsmittels und eventueller anderer Substanzen.

Nebenwirkungen von Substitutionsmitteln

Wie viele andere Medikamente können auch Substitutionsmedikamente unerwünschte Nebenwirkungen haben. Diese unterscheiden sich auch bei den jeweiligen Substanzen.

Die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen einer Opoidsubstitution sind: Übelkeit. Erbrechen, Schwitzen, Verstopfung, Reduktion der sexuellen Lust, Gewichtszunahme, Antriebsstörungen, depressive Verstimmungen sowie Schlafstörungen.

In den meisten Fällen wird jedoch eine Substitutionsbehandlung weitestgehend nebenwirkungsfrei vertragen. In einem persönlichen Gespräch mit Ihrer behandelnden ÄrztIn können und sollen alle Fragen im Zusammenhang mit der verordneten Medikation besprochen werden.

Dauer einer Substitutionsbehandlung

Die Dauer einer Substitutionsbehandlung hängt von vielen Faktoren ab, die sich gegenseitig beeinflussen, und unterliegt deshalb einer sehr individuellen Spannweite. Im internationalen Durchschnitt geht man von einer mehrjährigen Behandlungsdauer aus.

Wir bieten im Verein Dialog folgende Möglichkeiten:

  1. die Einstellung auf ein Substitutionsmittel mit anschließender Vermittlung zu niedergelassenen ÄrztInnen
  2. die Übernahme der Substitutionsbehandlung für den Zeitraum, in dem eine Behandlung in einer Spezialeinrichtung notwendig ist.
  3. eine längerfristige Behandlung im Dialog

Weg zu einer Substitutionsbehandlung

Um zu einem Substitutionsplatz zu kommen, melden Sie sich telefonisch zu einem Termin für ein Erstgespräch an. Dort werden sie über mögliche Behandlungsformen aufgeklärt und die für Sie am besten geeignete Option besprochen.

Wenn die Substitutionsbehandlung für Sie infrage kommt, kann sie bei einer unserer ÄrztInnen unter der Voraussetzung eines bestehenden Sozialversicherungsschutzes begonnen werden. Eine begleitende psychosoziale Betreuung ist in vielen Fällen sinnvoll und kann ebenfalls im Verein Dialog in Anspruch genommen werden. Durch all diese Angebote entstehen Ihnen keine Kosten.