Individuelle Suchthilfe

Erasmus +: Besuch aus der Türkei

Kirikkale liegt im nördlichen Zentralanatolien und hat rund 200.000 EinwohnerInnen. Die Stadt hat ein Projekt für suchtkranke Personen umgesetzt, das im Rahmen der sehr strengen türkischen Gesetzgebung die betreffenden Familien unterstützt. Während des Besuchs einer Gruppe von PädagogInnen und Polizisten im Verein Dialog erfuhren wir viel über die Einstellungen und Herangehensweisen zum Thema Sucht in der Türkei. Vieles klang für unsere Ohren sehr ungewohnt, den zehn Gästen dürfte es bei vielen Inhalten, die wir ihnen im Laufe ihres zweiwöchigen Aufenthalts präsentierten, nicht anders ergangen sein. So lernten sie unseren Zugang in der Betreuung und Behandlung kennen, besuchten das Polizeianhaltezentrum und hatten die Möglichkeit, Methoden der Suchtprävention selbst auszuprobieren. Trotz der sprachlichen Barriere - es wurde konsekutiv gedolmetscht - kam es zu interessanten und interessierten Diskussionen, an deren Ende das Verständnis der unterschiedlichen Blickwinkel stand.

Der Besuch fand im Mai im Rahmen des Bildungsaustauschprogramms Erasmus+ statt und wurde von der Suchtprävention und Früherkennung organisiert. Eine Weiterführung der Kontakte ist angedacht: Auch wenn die Voraussetzungen in anderen Ländern nicht vergleichbar sind, ist der Blick über den Tellerrand bereichernd, sei es, um sich mit anderen Herangehenswesen auseinanderzusetzen, sei es, um die eigenen kritisch zu hinterfragen. Und daran, dass unsere Gäste von den Inhalten profitiert haben, ließen sie beim Abschlussfeedback keine Zweifel.

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