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Beschäftigung und Arbeit

Die Tatsache an einer Suchtproblematik zu leiden und das Thema Arbeiten bzw. einer Beschäftigung nach zu gehen schließen sich nicht aus. Trotzdem sind aber oft Menschen mit einer Suchterkrankung vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen. Diese Tatsache hat meist eine Vielzahl an Auswirkungen auf die aktuelle Lebensführung.

Wenn auch Sie davon betroffen sind und Unterstützung suchen, dann sind Sie bei unseren Angeboten im Standort Sucht und Beschäftigung richtig. Wir bieten Ihnen aktuell im Rahmen der Standfest–BBE ein spezielles Beratungs- und Betreuungsangebot. Ergänzend können Sie am Standort auch die suchtspezifischen medizinischen Angebote des Dialog nutzen.

 

Wie läuft die Betreuung bei uns ab?

Arbeitslos und eine Suchterkrankung? Wir können Sie unterstützen Ihre Lebensqualität zu erhöhen.

Die BBE Standfest bietet für Sie Einzelberatung und Betreuung und ergänzend Workshopangebote zur Stabilisierung und zum Aufbau von Beschäftigungsfähigkeit.

Dieses spezielle Angebot richtet sich an Menschen mit einer Suchtproblematik (Schwerpunkt Alkohol), die sich im Graubereich zwischen Arbeitsfähigkeit und Arbeitsunfähigkeit befinden.

  • Sie sind beim AMS Wien als arbeitsuchend vorgemerkt oder arbeitsmarktfern oder Bezieher_in der bedarfsorientierten Mindestsicherung?
  • Sie sind zwischen 18 und 64 Jahre alt?
  • Sie leiden an einer Suchterkrankung?

dann lassen Sie sich vom AMS Wien zum regionalen Kompetenzzentrum (rKomZ) zubuchen.

Im rKomZ erfolgt eine Abklärung und bei Bedarf eine Terminvereinbarung bei uns.

Von Arbeitslosigkeit betroffen zu sein und an einer Suchterkrankung zu leiden ist ein Umstand, wo es lohnt an einer Veränderung zu arbeiten. Wenn Sie das möchten ist es meist leichter dies nicht alleine machen zu müssen. Daher bieten wir Ihnen im Rahmen der Standfest BBE Unterstützung an.

Was bekommen Sie bei uns?

  • Sie haben Termine bei Ihrer Sozialarbeiter_in oder Psycholog_in.

Wofür können Sie die Termine nutzen?

  • Sie können sich kurzfristig beraten lassen oder längerfristig Betreuungen mit regelmäßigen Terminen wahrnehmen.
  • Sie können über Themen sprechen die Sie belasten (zB. Beziehungsprobleme oder Gesundheitliche Themen)
  • Sie können Informationen bekommen die Ihnen fehlen oder Entscheidungen erleichtern (zB. Wie kann ich meinen Substanzkonsum reduzieren?)
  • Sie können konkrete Unterstützung bekommen bei Anträgen, Formularen oder bei Problemen mit Behörden (zB. Kann ich die Sozialhilfe zusätzlich zum AMS Geld beantragen).
  • Sie können Beratung über weitere für Sie passende Angebote wie Workshops oder medizinische Angebote bei Sucht und Beschäftigung erhalten.

Was ist das Ziel der Betreuung?

  • Jeder Schritt zur Verbesserung erhöht Ihre persönliche Lebensqualität und ist somit ein Stück am Weg zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit.

Standfest BBE - Eine gute Begleitung erleichtert den Weg.

Die Cambio Gruppe ist eine Gruppe zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Alkoholkonsum.

Come together – soziale Kompetenz, Auseinandersetzung mit Kommunikations- und Konfliktlösungsstrategien.

Orientierung wie gehts weiter? Wie nutze ich Angebot gut für meine weitern Schritte.

Bewerbung - In diesem Workshop dreht sich alles um Bewerbungen und Bewerbungsschreiben.

Gesundheit und Freizeit - bietet Auseinandersetzung mit sich selbst und dem Freizeit- und Gesundheitsverhalten.

Kognitives Training - Hier geht es um Gedächtnistraining und kognitive Übungen.

Bei Bedarf unterstütz Sie ein Team aus Ärzt_innen, Psycholog_innen und Sozialarbeiter_innen gemeinsam mit Ihnen an der Verbesserung Ihrer individuellen Situation. Wir bieten somit alle erforderliche Unterstützung gemeinsam an nach dem Motto " alles unter einem Dach". 

Unterschiedlicher Substanzkonsum erfordert individuelle medizinische Behandlungsangebote. Ist bei Abhängigkeit von unterschiedlichen Substanzen ohne oder neben der Opioidsubstitutionsbehandlung ein völliger Verzicht auf andere Substanzen nicht erreichbar, sind Dosisreduktion der anderen Substanzen und die Verbesserung der Kontrolle über deren Konsum wichtige Ziele. Dabei ist auch die kontrollierte Verschreibung zusätzlicher Arzneimittel ein adäquates Mittel. Dies kann insbesondere im Umgang mit dem verbreiteten und besonders risikobehafteten Benzodiazepinkonsum eine erfolgreiche Strategie darstellen.

Bei Opioidabhängigkeit kann eine gezielte, individuell abgestimmte Ersatzmedikation auf unterschiedlichen Ebenen helfen, mit unseren Ärzt_innen wird in Beratungsgesprächen abgeklärt, ob und welche Form der Substitutionsbehandlung gewählt wird. Als Substitutionsmittel kommen alle zugelassenen Medikamente in Frage, die Substitutionstherapie wird mit einer psychosozialen Betreuung kombiniert. Die Substitutionstherapie ist eine eher langfristige Behandlungsform und zeitlich unbegrenzt und stellt die Basis für die gesundheitliche und soziale Reintegration dar.

Bei der Trinkmengenreduktion reduzieren Klient_innen, die Tagesmenge Alkohol und/oder auch die Zeiten, zu denen sie trinken. Psychosoziale Begleitung und medizinische Behandlung können dabei unterstützen.

Beim ambulanten Alkoholentzug wird Abstinenz angestrebt. Der Entzug wird von uns psychosozial und medizinisch begleitet.

 

Neben laufenden Beratungsangebot für Wiener_innen entwickeln wir immer wieder neue Unterstützungsleistungen im rehabilitativen oder arbeitsmarktintegrativen Bereich. Zuletzt für Auftraggeber wie das AMS Niederösterreich oder Ministerien. Seit 2018/2019 setzen wir das erfolgreiche Angebot bleib dabei! um. 

Auch heuer schulen wir im Rahmen von „Bleib Dabei 2024“  Transitarbeitskräfte und Schlüsselarbeitskräfte von SÖBs in Niederösterreich.

Das Ziel von Bleib Dabei! 2024 ist es, über das Thema psychische Gesundheit und Sucht zu informieren, präventiv zu arbeiten, sowie Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Damit soll das Gesundheitsbewusstsein und damit die Chance auf nachhaltige Reintegration auf den Arbeitsmarkt erhöht werden. Zugleich wird durch das Wissen um Hilfsangebote der Verbleib in einer Beschäftigung unterstützt.
Jeweils zwei Workshopreihen richten sich an Schlüsselarbeitskräfte und an Transitarbeitskräfte:

Zwei Workshops für Schlüsselarbeitskräfte:
1. psychischen Belastungen und Krisen bei Klient_innen und deren Folgen mit dem Schwerpunkt Sucht
2. Umgang mit suchtkranken oder konsumierenden Personen im (sozialökonomischen) Betrieb

Zwei Workshops für Transitarbeitskräfte:
1. Psychische Gesundheit
2. Sucht mit dem Schwerpunkt Alkohol

Zusätzlich können auch Einzelberatungen im Bedarfsfall in Anspruch genommen werden.

Das Angebot Standfest erfolgt mit finanzieller Unterstützung des Arbeitsmarktservice Wien und der Sucht und Drogenkoordination Wien.

SDW und AMS Wien Logos

Wenn Sie noch mehr Einblicke in den Standort Sucht und Beschäftigung bekommen möchten, dann werfen Sie doch einen Blick in die Hompage anlässlich 25 Jahre Sucht und Beschäftigung.

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